Haus & Garten: Hier droht Ärger

Der Raupendumper in FarbeDer Sommer im eigenen Garten – viele Grundstücks- und Eigenheimbesitzer freuen sich jedes Jahr auf den Moment, wenn sie das erste Mal diesen Moment genießen können. Allerdings ist der Garten nicht nur Entspannung pur, er kann auch zu einem echten Ärgernis werden, wenn etwa plötzlich der Nachbar lärmt oder ungebetener Besuch vom Ordnungsamt vor der Tür steht.

Denn auch wenn viele Hausbesitzer vielleicht anderer Meinung sind – der strenge Arm des Gesetzes reicht auch auf den eigenen Grund und Boden. Und nicht alles, was dem Grundstückseigentümer gefällt, stößt bei den Behörden auf Gegenliebe.

Lärm: Wenn Rasentraktor oder Baumaschinen stören

In Deutschland gelten strenge Richtlinien, was Lärmbelästigungen betrifft. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Feste, sondern auch alles, was mit Motorgeräten zu tun hat. So legt das Bundesimmissionsschutzgesetz etwa fest, dass deren Betrieb in Wohngebieten nur an Werktagen gestattet ist – und zwar in der Zeit von 7 – 20 Uhr. Darüber hinaus sollten Rasenmäher und Co schweigen, will man keinen Ärger riskieren.

Besonders hart wird übrigens bei Freischneider, Graskantenschneider, Laubbläser und Laubsammler durchgegriffen – hier gelten noch schärfere Regelungen. Aber: In einigen Kommunen wird mit diesem Thema lockerer umgegangen.

Streitfall Bäume – die Axt ist tabu

Immer wieder werden Bäume zum Aufreger. Dabei muss es nicht unbedingt die Tanne sein, welche die Terrasse des Nachbarn rund um die Uhr beschattet, auch wer einfach auf dem eigenen Grundstück zur Motorsäge greift, um den Holzspalter mit Nachschub für den Winter zu füttern, muss mit Ärger rechnen. Denn nicht nur während der Brutzeit heimischer Vögel gelten besondere Regelungen – sondern für das ganze Jahr.

Sind entsprechende Satzungen in Gemeinden vorhanden, müssen u. U. erst Genehmigungen eingeholt werden, wenn der Baum etwa eine bestimmte Höhe erreicht hat. Und wer sich an einem Naturdenkmal greift, muss im schlimmsten Fall sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen.

DIY: Gartenhaus und Co.

Auf meinem Grundstück kann ich bauen, was ich will. Falsch! Gerade, wenn es um bauliche Veränderungen geht, ist Ärger meist vorprogrammiert. Nämlich dann, wenn der Bauherr an alles – außer eine Baugenehmigung – gedacht hat. Denn in Deutschland greifen Bundes- und Landesgesetze hier mitunter ineinander. Und wer sich nicht ausreichend zu den Pflichten diesbezüglich informiert, errichtet mitunter Bauten ohne Genehmigung – mit den entsprechenden Konsequenzen.

Unser Tipp: Bevor Sie mit Dumper oder Motorschubkarre an den Erdaushub gehen, sollten Sie sich sehr genau darüber informieren, welche Rechte und Pflichten auf das Bauprojekt warten.

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